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Kulturelles Erbe erhalten und zukunftsgewandt weiterentwickeln

Seit Jahrhunderten wohnt und wirtschaftet der Mensch im Schwarzwald. An örtliche Rahmenbedingen wie Klima, Relief und Baustoffe angepasst, hat sich eine einmalige Baukultur entwickelt, die heute für die Bewohner identitätsstiftend und für Gäste attraktiv ist. Das Wechselspiel von bebauter Umwelt, Offenland und Wald verleiht dem höchsten und größten Mittelgebirge Deutschlands sein unverwechselbares Gesicht.

Von Nord nach Süd und von West nach Ost finden sich Varianten von Baustilen und -weisen, die für die einzelnen Regionen typisch sind. Dabei spielt das Handwerk mit seinen Techniken und dem Einsatz verschiedener Materialien eine bedeutende Rolle. Unter den heutigen Rahmenbedingungen ist es die große Herausforderung, dieses Kulturerbe zu erhalten und zeitgemäß weiterzuentwickeln. Dabei ist die Bündelung des über Generationen weitergegebenen Wissens zu regional-spezifischen Baustilen, Handwerkstechniken, Holzbau- und Zimmererkunst, Materialien und Gestaltung von maßgeblicher Bedeutung.

Ein Dach für die Baukultur und das Handwerk im Schwarzwald

Die Leitidee ist es, die im Schwarzwald regionalspezifische Bau- und Handwerkskultur zu fördern und eine Verbindung zwischen Tradition und Moderne, Architektur, Handwerk und Design, Forschung und Ausbildung, Experiment und Praxis zu schaffen – in wechselseitigem Austausch.

Mit dem Verein bauWERK SCHWARZWALD entsteht
  • ein Kompetenzzentrum, das die regionalspezifische Bau- und Handwerkskultur fördert und wichtige Impulse für die Baukultur und das Handwerk im Schwarzwald gibt;
  • eine Anlaufstelle für alle Interessierten der Handwerks-, Bau- und Wohnkultur im Schwarzwald, die sich für den Erhalt und die Weitergabe von Wissen und Kulturgut in Bau, Handwerk und Design engagieren;
  • ein Dach für bestehende und neue Bau-, Kultur- und Handwerksinitiativen in Kooperation mit Kammern, Verbänden und anderen Organisationen.

Diese Ansprüche werden in den Handlungsfeldern „Baukultur“ und „Handwerk und Design“ umgesetzt. Leistungen sind u.a. die Gestaltungsberatung für Bauherren bei Neubauten und Modernisierung. Außerdem ist ein Jury-Wettbewerb zum Thema „Neues Wohnen in alten Häusern“ angedacht. Akteure aus den Bereichen Design, Innenarchitektur und Handwerk sind dabei eingeladen, fachübergreifend zusammenzuarbeiten und unter Einbindung von Auszubildenden Möbel und andere Einrichtungsgegenstände zu entwickeln.

Der Weg zum Gründungskonzept

Das Gründungskonzept wurde im Zeitraum von April 2018 bis Februar 2019 erarbeitet und mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg unterstützt. Träger des Erarbeitungsprozesses waren der Naturpark Südschwarzwald e. V. und der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e. V.

Für die Erstellung des Gründungskonzepts wurde eine 22-köpfige Projektgruppe initiiert. Darin vertreten waren regionale Stakeholder aus den Bereichen Architektur, Handwerk, Regionalentwicklung, Tourismus, Bildung, Kultur sowie kommunale Vertreter. In insgesamt sechs Sitzungen und einem Forum mit über 160 Personen wurde das Gründungskonzept erarbeitet. Das Büro neuland+ GmbH & Co KG übernahm die Moderation des Prozesses, stellte die Einbeziehung weiterer Experten über Expertisen sicher und arbeitete das Gründungskonzept bis hin zum Organisationsmodell und einem Businessplan aus.

Statements aus der Projektgruppe

Die Unterstützung von den verschiedenen regionalen Akteuren ist breit und mit starken Motiven untersetzt:

„Ich unterstütze das bauWERK SCHWARZWALD, weil es dazu beiträgt, dass der Schwarzwald Schwarzwald bleibt und nicht durch Baustile aus Bayern, Tirol und anderswo beliebig austauschbar wird. Damit werden unsere Identität und Heimat gestärkt.“
Willi Sutter, Sutter3KG

„Bauberufe im Handwerk sollen weiterhin attraktiv sein, damit die traditionellen Handwerkstechniken weiterleben und immer wieder mit neuen Techniken ergänzt werden. Das bauWERK SCHWARZWALD wird eine große Rolle als Ergänzung in der qualifizierten Aus- und Weiterbildung in Bauberufen spielen. Des Weiteren bietet es einen Raum für interkulturellen Austausch mit Menschen in Ausbildung aus anderen Regionen und Ländern.“
Matthias Krieg, Lehrer an der Friedrich Weinbrenner Gewerbeschule Freiburg

„Die LEADER-Region Mittlerer Schwarzwald unterstützt das bauWERK SCHWARZWALD, da es sich zum einen dem Erhalt der charakteristischen Baukultur des Schwarzwaldes verpflichtet fühlt und sich zum anderen einer modernen Interpretation und Weiterentwicklung öffnet.“
Julia Kiefer, Regionalentwicklung Mittlerer Schwarzwald e. V.

„Ich unterstütze das bauWERK SCHWARZWALD, weil damit eine seit langem vom Schwarzwaldverein e. V. erhobene Forderung umgesetzt wird; alle Akteure aus der Region an einen Tisch kommen werden; mir die Gestaltung der Heimat sehr am Herzen liegt.“
Georg Keller, Präsident Schwarzwaldverein e. V.

„Wir sind, was wir bauen und wir bauen, was wir sind. Es ist wichtig, dass wir dieses identitätsstiftende Erbe unseres Kulturraums bewahren und in die Zukunft tragen.“
Tina Eberhardt, Initiatorin des Netzwerks Kreativwirtschaft "Zukunft. Denken" Freudenstadt

„Schon seit einigen Jahren unterstützen wir aktiv und teilweise federführend den Prozess, die Baukultur im Schwarzwald als festen Begriff zu etablieren. Wir leben in einer einzigartigen Kulturlandschaft mit einer langen Bautradition, die qualitätsvoll und modern weiterentwickelt werden muss. Dabei spielen die Architekten eine zentrale Rolle. Es geht darum, der Region ein eigenständiges Gesicht zu geben fernab von Kitsch und Nachahmung. Baukultur kann man nur schaffen, wenn man eine Region und die Menschen versteht.“
Dr. Fred Gresens, Vorsitzender der Architektenkammer Bezirk Freiburg/Südbaden

„Baukultur Schwarzwald und neues Bauen mit Holz im Schwarzwald bewegt proHolz. Qualitätvolles Planen und umweltfreundliches Bauen bietet vor allem im ländlichen Raum aber auch für die städtische Wohnversorgung ein erhebliches Potential.“
Ute Fangmann, Geschäftsführerin, proHolzSchwarzwald

„Den typischen identitätsstiftenden Baustil im Schwarzwald zu erhalten, weiterzuentwickeln und neu zu interpretieren, ist unser gemeinsames Ziel. Damit der Schwarzwald eine Marke bleibt!“
Rudolf Müller, Leiter des Amts für Stadtentwicklung der Stadt Freudenstadt; Vorsitzender der Kammergruppe Nordschwarzwald der Architektenkammer Baden-Württemberg

„Die Architekturfakultät am KIT engagiert sich seit vielen Jahren für die Baukultur im Schwarzwald – ob für Wanderhütten, Entwürfe für Um-, An- und Neubauten oder Dorf-Entwicklungskonzepte. Wir begrüßen ein bauWERK SCHWARZWALD, weil wir damit verlässliche Partner für gemeinsame Lehr-und Forschungsprojekte haben.“
Kerstin Gothe, Professorin für Regionalplanung und Bauen im Ländlichen Raum am KIT

„Nur einer breit angelegten gemeinsamen Initiative so vieler verschiedener Akteure kann es gelingen, die Schwarzwälder /-innen für die Einzigartigkeit und den Wert dieser Kulturlandschaft und ihrer Baukultur zu begeistern und den Wunsch zu wecken, beides im Einklang bewusst zu erhalten und sensibel weiterzuentwickeln. Wir setzen große Hoffnung in das Schwarzwald Institut.“
Hardy Happle, Kulturlandschaft Schwarzwald e.V.

„Ich unterstütze das bauWERK SCHWARZWALD, weil Baukultur ein nicht zu unterschätzender Faktor für den touristischen Erfolg einer Region sein kann, besonders im Spannungsfeld von Tradition und Moderne.“
Hansjörg Mair, Schwarzwald Tourismus GmbH

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